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Eine so prompte Aufmerksamkeit hat mich denn doch überrascht. Per E-Mail wurde ich auf die Homepage des Kollegen Behrmann (www.kidmed.de) hingewiesen. Gemäß einer buddhistischen Weisheit soll man mit Neugierigen und Streitlustigen nicht sprechen. Dann aber habe ich mich doch zu der folgenden Antwort entschlossen:

Sehr geehrter Herr Kollege Behrmann,

offengestanden war ich überrascht über die prompte Aufmerksamkeit, die Sie meiner ja noch gar nicht ganz fertiggestellten Homepage widmen.

Sie schreiben:

Widerlich (ein Fall)

und verweisen dann auf meine Rubrik "der aktuelle Fall".

Und kommentieren dann weiter:

Der Mist zeigt aber mal wieder sehr "schön" die ganze
verlogene Irrationalität und ignorante Überheblichkeit
solcher Patienten-Verblöder.

Es würde mich denn doch interessieren, woran Sie im einzelnen Anstoß nehmen. Daran, daß ein depressives Syndrom deutlich gebessert wurde? Daran, daß ein akuter grippaler Infekt ohne Antibiotica-Gabe gebessert wurde oder daran, daß neuntägige Antibiotica-Gabe zu keiner nachhaltigen Besserung führte?

Ich bin grundsätzlich gerne bereit, meine Falldarstellungen zu überarbeiten, wenn es sachlich berechtigte Einwände gibt. Ich wäre Ihnen also dankbar, wenn Sie ihre Kritik etwas präzisieren würden. Anderenfalls muß ich, fürchte ich, davon ausgehen, daß diese Kritik mehr über den Kritiker verrät als über den kritisierten Gegenstand.

Weiter schreiben Sie:

Der Scharlatan zitiert Hahnemann:

"Nicht alle Krankheiten sind heilbar, Krankheiten die heilbar
sind, können mit Homöopathie geheilt werden."

Geht's noch debiler?

Es ehrt mich, spricht aber nicht ganz für die Sorgfältigkeit Ihrer Lektüre, wenn Sie meine - sicherlich provokant formulierte - These: "Krankheiten die heilbar sind, sind mit Homöopathie heilbar" Hahnemann zuschreiben. Ich denke allerdings, Hahnemann wäre im großen und ganzen mit dieser Formulierung einverstanden.

Auch hier gilt: ich bin gerne bereit, die These zurückzunehmen, wenn Sie in der Lage sind, deren Unrichtigkeit zu beweisen. Kennen Sie beispielsweise eine Kasuistik, in der ein Patient mit einer chronischen Erkrankung über etwa drei Jahre qualifiziert klassisch homöopathisch behandelt wurde, unter dieser Behandlung nicht zufriedenstellend gebessert werden konnte und dann durch etwa allopathische Medizin gesund wurde (also nachweisbar heilbar war)?

Jeder meiner Kollegen, auch ich, kennt dagegen einige Fälle, in denen umgekehrt jahrelange allopathische Behandlung nicht zu befriedigenden Resultaten führte. In vielen Fällen gelingt es bei diesen Patienten durch klassisch homöopathische Behandlung eine deutliche Besserung der Befindlichkeit oder gar weit gehende Gesundheit zu erreichen. Bescheidene Beispiele mögen Sie bitte meinen Langzeitkasuistiken entnehmen.

Ein besonders eindrucksvoller Fall ist der einer von der allopathischen Medizin aufgegebenen 65jährigen Krebspatientin (MALT-Lymphom des Magens), die durch meinen Kollegen J. Wurster aus Locarno behandelt und durch Homöopathie beschwerdefrei wurde. Ein Tumorgeschehen war im CT und NMR nicht mehr nachweisbar. Der Fallbericht ist in der "klassischen Homöopathie", Bd. 46, S. 201, 2002 veröffentlicht. Ich kenne Herrn Kollegen Wurster persönlich, sein Bericht ist mit Sicherheit absolut seriös.

Ich würde mich freuen, in einen fachlichen Diskurs eintreten zu können und verbleibe einstweilen mit freundlichen Grüßen,

Ihr

Stephan Gerke

 
 
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